Author: FAU Leipzig

Workshop: Wie wir lernen, Kämpfe zu gewinnen

Organizing ist ein Überbegriff für Methoden der Selbstorganisation von Arbeiter*innen in ihren Betrieben. Die Rosa Luxemburg Stiftung organisiert eine vierteilige online Vorlesung mit der US Organizerin Jane McAlevey.
https://www.rosalux.de/…/e…/ELDFI/wie-wir-lernen-kaempfe-zu-gewinnen

Die Basisgewerkschaft FAU zeigt diese vierteilige Vorlesungsübertragung und organisiert danach jeweils eine Diskussion wie wir das besprochene in unserer Arbeit anwenden können. Ihr seid herzlich eingeladen. Kostet keinen Eintritt.

Die Vorlesungen finden immer dienstagabends statt.
18h im Ladenlokal in der Mariannenstraße 101.

Lecture 1: 29. Oktober
Lecture 2: 12. November
Lecture 3: 19. November
Lecture 4: 26. November

#getorganized #FAU 🏴🚩

Erfolg bei Arbeitskampf im Reinigungsgewerbe! Durch Druck der FAU zahlt Reinigungsunternehmen Arbeiterinnen 6000 Euro nach

Die Basisgewerkschaft FAU Leipzig befand sich in einem Arbeitskonflikt mit einem Subunternehmen, das für die Zimmerreinigung in Hotels zuständig ist. Die zwei Kolleginnen arbeiteten insgesamt ca. zweieinhalb Monate und erhielten nur einen Bruchteil ihres Lohns. Auf Gesprächsangebote reagierte die Gegenseite nicht. Die FAU Leipzig forderte das Unternehmen außerdem dazu auf, den mutmaßlich systematischen Einsatz von unbezahlter Probearbeit zu unterlassen sowie tariflich garantierte Sonn- und Feiertagszuschläge zu zahlen.

Die Mobilisierung zu einer Kundgebung vor einem der Hotels bewegte das Unternehmen jedoch schließlich, umgehend ca. 6000 Euro nachzuzahlen. Der Konflikt wurde damit erfolgreich beendet und von der Kundgebung daher abgesehen.

Einmal mehr konnten wir zeigen, dass Selbstorganisation ausstehende Löhne durch direkte Aktion schnell und günstig eintreiben kann.

Wir danken allen Unterstützer*innen – ein großer Erfolg für die Betroffenen und die FAU Leipzig!

Erfolg bei der Deliverunion: Rider wurden durch Lieferando übernommen!

Wie wir im Juni schon berichtet haben, hat Takeaway.com Delivery Heros Deutschlandgeschäft übernommen und foodora wurde zu Lieferando. In diesem Zusammenhang versprach der Geschäftsführer von Delivery Hero Deutschland, Michael Hagenau, einer Vertreterin unserer Foodora-Betriebsgruppe die Übernahme aller Kurier*innen zu Lieferando. 
Jedoch hat sich schnell herausgestellt, dass sich die Rider neu bei Lieferando bewerben mussten und dann teilweise abgelehnt wurden, unter anderem aufgrund von zu vielen Neuanstellungen.
Als den Ridern klar wurde, dass dieses Versprechen nicht eingelöst wurde, wandten sich 4 Kurier*innen folgerichtig an die FAU Leipzig. Nachdem wir uns als Gewerkschaft gemeinsam gegenüber der Geschäftsführung für die Kolleg*innen eingesetzt haben, wurde diesen dann doch eine Übernahme angeboten
Ein weiteres mal zeigt sich also wieder: Allein‘ machen sie dich ein!
Gegen die prekären Arbeitsbedingungen in der Lieferbranche hilft nur der breite Zusammenschluss aller Kurier*innen!

Aufruf: Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung! / Call: For an free and open society – Solidarity instead of inclusion!

[english version below] Für den 24. August ruft ein breites gesellschaftliches Bündnis zu einer Großdemonstration in Dresden auf. Die FAU Leipzig hat sich dem Aufruf zu dieser Demonstration angeschlossen und mobilisiert mit zur Teilnahme. Wir stellen uns vehement gegen die rechte Formierung in Gesellschaft und Politik. Wir stehen insbesondere für eine #unteilbare Klassensolidarität und konsequenten Internationalismus. Als kämpferische Gewerkschaft wenden wir uns gegen die Ideologien von Kapitalismus und Nationalismus die in ihrer Geschichte und Gegenwart nichts als Trümmer und Leid hinterließen.

Die Rechten wollen ein Gestern, wir wollen ein Morgen!

Continue reading »

Keine Übernahme von foodora Mitarbeiter*innen durch Lieferando

foodora wird Lieferando! Genauer gesagt: Takeaway.com hat Delivery Hero gekauft. So viel steht schon seit Anfang diesen Jahres fest. Aber was das genau für die Fahrer*innen, die bei foodora angestellt sind bedeutet, scheint sich ständig zu ändern.

Michael Hagenau, Geschäftsführer von Delivery Hero versicherte Vertreter*innen der Deliverunion, dass alle Kurier*innen übernommen werden und der Lohn bei Lieferando 10 Euro die Stunde betragen soll. Zu beobachten ist Gegenteiliges.

Continue reading »

Am Ende nur ein Brief: FAU Leipzig treibt erfolgreich ausstehenden Lohn in Gastrobetrieb ein

Ein Mitglied der FAU Leipzig konnte mit Unterstützung der Gewerkschaft erfolgreich ausstehenden Lohn einfordern. Die FAUista arbeitete in einem Gastronomiebetrieb im Leipziger Süden. Nach einem krankheitsbedingten Ausfall wurde ihr gekündigt und die ihr zustehende Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nicht ausgezahlt. Als die Kollegin alleine ihre Ansprüche einforderte, kam es zu keiner Reaktion. Am Ende brauchte es nur einen Brief durch die FAU Leipzig, damit die Kollegin die rund 1000 Euro ausgezahlt bekam. Dies zeigt, dass es sich auch finanziell lohnt, scheinbar gegebene Ungerechtigkeiten nicht einfach hinzunehmen, sondern sich mit anderen Kolleg*innen zusammenzutun und die eigenen Rechte geltend zu machen. Dabei geht es häufig lediglich um gesetzliche Mindeststandards, die nicht eingehalten und besonders leicht und weitestgehend ohne Risiko (nicht für die Bosse) eingefordert werden können. Dazu gehören vor allem:
    
    Zahlung des Mindestlohns (aktuell 9,19 €/h)
    Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
    Bezahlter Erholungsurlaub
    Bezahlte Feiertage
    Auszahlung von Trinkgeldern

    Bezahlung sämtlicher Arbeitszeit von Anfang bis Ende der Schicht

Continue reading »

Eberhard wütet – Foodora schweigt

Gestern wütete der Orkan Eberhard mit bis zu 120 km/h auch durch Leipzig. Trotz Warnung des deutschen Wetterdienstes kam Foodora nicht seiner Pflicht nach und ließ die Rider ihre Schichten antreten. Erst auf Nachfrage sickerte die Information, dass der Standort Leipzig geschlossen wurde, zu den Ridern durch. Auch Teamleiter konnten auf Nachfrage keine genauen Informationen bekommen. Das war nicht das erste mal! Schon vor einem Jahr schickte Foodora beim Orkan Friderike die Rider auf die Straße. Dieser Vorfall sorgte für eine hohe mediale Aufmerksamkeit. Damals gab der Presssprecher Foodoras an, dass die Sicherheit der Fahrer*innen oberste Priorität hätte. Von dieser Fürsorge merkten die betroffenen Fahrer*innen leider nichts.

Wie damals fordern wir, dass Foodora im Fall einer offiziellen Unwetterwarnung seiner Fürsorgepflicht als Arbeitgeber nachkommt und eine klare Meldung rausgibt, dass nicht gearbeitet wird. Bei vollem Lohnausgleich für die entfallenen Schichten versteht sich!

Erst der Ridersupport entschied unabhängig von der Geschäftsführung, dass sie nicht weiter arbeiten müssen. Danke dafür! <3